Respect Gaymes

Nach der Devise des sportlichen Fairplays will der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) mit dem Projekt „Berlin Respect Gaymes“ für mehr Respekt und Toleranz der Lesben und Schwulen in der Gesellschaft kämpfen. Am 09.06.2007 wurden im Jahn-Sport-Park Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt gesetzt.

Den Startschuss für die „Berlin Respect Gaymes“ gab 9.30 Uhr Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Hier traten nun Teams aus Migrantenverbänden, Sportvereinen, Schulen, Jugendzentren und der schwul-lesbischen Community in den Sportarten Fußball, Streetball und Kampfsport gegeneinander an.

Während der sportlichen Begegnungen sollten Vorurteile und Berührungsängste abgebaut werden. Neben diesen Wettkämpfen, wo Spaß und Freude im Vordergrund standen, wurden ein vielfältiges Bühnenprogramm sowie Box-, Theater-, Graffiti-, Hip Hop- und Streetdance-Workshops angeboten.

Die Idee solcher Projekte oder großangelegten Demos, wie zum Beispiel der CSD, die darauf abzielen eine gleichberechtigte Stellung der Homosexuellen in der Gesellschaft zu erreichen, ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Schließlich sollte jedes Individuum innerhalb einer Gemeinschaft akzeptiert und toleriert werden.

Andererseits reduzieren sich Schwule und Lesben mit solchen Aktionen selbst nur auf ihre sexuelle Ausrichtung. Dies, so vermute ich, ist aber sicher nicht der erwünschte Effekt der Veranstaltungen. Sie demonstrieren und feiern für ihre Rechte gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, weil sie trotz ihres Andersseins akzeptiert und respektiert werden wollen.

Deshalb denke ich, dass es vielleicht besser wäre, wenn bei solchen Demonstrationen das „Anderssein“, „Andersfühlen“ oder „Andersdenken“ zum Thema gemacht wird und nicht eine spezielle sexuelle Vorliebe. Schließlich gibt es in unserer Gesellschaft viele Menschen, die nicht der Norm entsprechen. Hier denke ich zum Beispiel nur an unsere ausländischen Mitbürger oder an Menschen mit individuellen Beeinträchtigungen.

Auch diese Menschen haben ein Recht auf Toleranz und Akzeptanz. Deshalb plädiere ich für eine Erweiterung der Demonstrationen, die sich für eine Integration aller Menschen aussprechen und gegen Diskriminierung sind.

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