Qualitätsstandards im Bildungswesen

Seit den letzten PISA Bildungsstudien werden sich endlich innerhalb der Politik Gedanken dazu gemacht, wie man das Bildungsniveau anheben kann. Zunächst wird der Ursache auf den Grund gegangen.

Viele Pädagogen scheiden ausgebrannt aus ihrem Dienst resultierend aus der Überforderung im Schulalltag aus. Die Anforderungen in dem Berufsbild des Lehrers haben sich erweitert. Sie reichen vom Dompteur über den Wissensvermittler bishin zum Sozialarbeiter.

Wer steht aus Sicht der Politik außerdem noch als Motivationskünstler im Unterricht in der Pflicht? Natürlich sind es die Lehrer. Aufgrund der hohen Verantwortung, die man als Lehrer gegenüber den Heranwachsenden hat, schlug die Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave vor, dass sich die Lehrer von morgen einem Eignungstest noch vor Studienbeginn unterziehen sollten.

Diesem Vorschlag kann ich nur bedingungslos zustimmen. Wer sich in einem solchen verantwortungsvollen Beruf etablieren möchte, sollte ein fundiertes grundlegendes Wissen der Kompetenzen verinnerlichen, über die eine Lehrperson verfügen muss. Diesen sogenannten Eignungstest würde ich aber noch erweitern. Nach dem Studium sollte jeder angehende Lehrer nocheinmal hinsichtlich der fachlichen Kompetenzen sowie zu seiner psychologischen Verfassung und der Persönlichkeit getestet werden.

4 Kommentare zu „Qualitätsstandards im Bildungswesen“

  1. Und das nicht nur nach dem Studium, sondern regelmäßig mindestens alle fünf Jahre. Das Problem sind wohl weniger die jungen, sondern die alten Lehrer, die bleiben von dieser Maßnahme ansonsten unberührt. Außerdem müsste an die Tests ein Schulungskonzept gekoppelt werden, um die Lehrer fit zu halten.

  2. Dein Vorschlag ist sehr gut. Es wird auch von den Erziehungswissenschaften eine regelmäßige Evaluation der Lehrer gefordert und auch angestrebt. siehe hierzu http://www.ewi.tu-berlin.de/index.php?section=64 Zur Altersproblematik und zur Aktualität des Know How eines Lehrers ist folgendes zusagen:
    Jeder Lehrer ist eigentlich verpflichtet sich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und an Fortbildungen teilzunehmen. Diese Fortbildungen haben auch wesentlichen Einfluss auf den Werdegang eines Lehrers, zum Beispiel besteht die Möglichkeit Direktor einer Schule zu werden, aber nur wenn man über diverse nachweisbare Qualifikationen verfügt.

  3. huhu melli die debatte ist alt, lang, bekannt und ich würde nicht behaupten, dass die „alten“ lehrer daran schuld sind sicher lässt sich eine mitschuld nicht verleugnen. ich glaube jedoch, dass das problem nicht dort den ursprung hat. vielmehr glaube ich, dass ab baujahr 84 die jugend der faktor ist, der sich alles selbst zunichte macht und damit auch das land. die ursache dafür ist jedoch nicht bei der jugend zu suchen zumindest nicht alles, sondern in der politik, die die erziehung versaut und damit die kinder. ich würde selber im nachhinein sagen, lieber einen meiner alten lehrer, da lerne ich noch etwas – alles in allem wäre aber wohl ein jung-alt-lehrer-gespann die beste lösung gleich nach dem die politik etwas sinnvolles gemacht hat. aber das erleben wir nicht mehr! es sei denn – wir – die es noch besser wissen zu glauben, übernehmen mal das ruder.

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