Der (Un) Sinn von Vergleichsarbeiten nach der 10. Klasse

Seit dem Schuljahr 2002/03 wurden freiwillig nach der 10. Klasse Vergleichsarbeiten in allen Schulformen geschrieben. Seit dem Schuljahr 2005/06 sind diese Arbeiten nun für jeden Schüler aller Schulformen ab Klasse 10 verpflichtend. Welches Ziel wird mit dem sogenannten Mittleren Schulabschluss (MSA) verfolgt?

Es wird angestrebt, dass alle Schulabgänger nach der 10. Klasse in ihrem Leistungsniveau vergleichbar sind. Aufgrund dessen werden in den Fächern Mathematik, Deutsch und in der ersten Fremdsprache Einheitsprüfungen absolviert. Diese Arbeiten sind so konzipiert, dass Haupt-, Real- und Gymnasiasten die Aufgaben lösen, die ihrem gewünschten Schulabschluss entsprechen.

Jedoch ergibt sich hier eine neue Problematik. Wie können solche Evaluationsarbeiten geschrieben werden, wenn es doch 16 verschiedene Rahmenlehrpläne gibt? Sollte man nicht erstmal über ein einheitliches Curriculum sowie über ein einheitliches Schulsystem nachdenken?

Die Idee, welche sich prizipiell dahinter verbirgt, ist ja erstrebenswert, jedoch sollten erstmal Reformen durchgeführt werden, bevor man die Schülerleistungen miteinander vergleicht und wohl möglich falsche Schlüsse zieht.

Das Bildungssystem in Deutschland lässt so schon zu wünschen übrig. Vieleicht sollten erstmal die Lehrqualitäten der Lehrer überprüft werden. Denn schließlich spiegeln die Ergebnisse der Schüler nur das wider, was ihnen gelehrt wurde.

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