Ist die Welt der Bücher in Gefahr?

Das Buch ist eines der ältesten Medien, die das kulturelle Erbe der Menschheit bewahren. Einst ging man zu renommierten Buchhändlern, um in dem einen oder anderen Buch zu stöbern und schlussendlich Bücher zu kaufen, um die private Bibliothek aufzufüllen und somit seinen eigenen Horizont zu erweitern. Jedoch mit dem Wandel zu einer modernen Gesellschaft, nutzt der zeitgemäß interessierte Leser das Internet und bestellt online.

Mit dieser Entwicklung gehen nun weitere Veränderungen einher. In der gegenwärtigen Gesellschaft kann sich nicht mehr jeder, der der Bildung und dem Kulturgut Beachtung schenkt, Bücher leisten. Zu diesem Zweck gibt es die öffentlichen Bibliotheken, die hochfrequentiert besucht werden. Leider haben die Bibliotheken auch nur ein begrenztes Budget und haben auch nicht immer alle Bücher vorrätig da.

Nun soll es eine Abhilfe geben. Unsere momentane Gesellschaft ist sehr innovativ und zukunftsorientiert eingestellt. Dies hat zur Folge, dass sich auch in diesem Wirtschaftssektor einiges verändert. Das Internetunternehmen Google Inc. hat sich bis 2015 zum Ziel gesetzt eine digitalisierte Bibliothek, welche 15 Millionen Bücher enthält, im Internet zu veröffentlichen. Welche Folgen sich daraus ergeben, sind noch nicht genau zu spezifizieren. Dennoch skizziere ich hier ein kurzes Szenario: Stellt euch vor diese 15 Millionen Bücher sind nun im Internet frei verfügbar. Jeder kann sich seine Lieblingsbücher oder themenbezogene Bücher downloaden, ganz nach seinem Belieben.

Die öffentliche Debatte wirft viele Fragen auf. Heißt das nun für die fortschrittsorientierte Gesellschaft wir lesen nun „Bücher“ am PC? Oder druckt man sich die Seiten aus und hat dann doch wieder etwas Buchähnliches in der Hand? Soll es bedeuten, dass in Zukunft keine Bücher mehr verkauft werden und somit die Buchhandlungen und Verlage in den Ruin getrieben werden? Wie sieht es der moderne Schriftsteller? Werden noch Bücher geschrieben oder publiziert man seine epischen Ergüsse lieber gleich online bzw. verkauft sein Gedankengut an Google?

So nun genug kritische Fragen gestellt. Die Digitalisierung der Bücher kann ja auch positiven Einfluss haben. Wie eingangs erwähnt, nicht jeder hat die finanziellen Mittel sich Bücher zu leisten. Kann diese neue Art der Publikation auch dazu führen, dass das Leseverhalten gesteigert wird, da nun jeder, auch die Person mit dem kleinen Geldbeutel hat die Möglichkeit in die Welt der unendlichen Phantasien einzutauchen oder einfach etwas für seine Allgemeinbildung zu tun. Aus der Sicht eines normalverdienenden Studenten hat die Digitalisierung von wissenschaftlichen Büchern auch Vorteile, denn nun kann man sehr preiswert forschen.

Nun stellt sich die Frage: Ist diese Idee eine bedeutende innovative und wirtschaftliche Errungenschaft für die Lesegesellschaft des 21. Jahrhunderts?

1 Kommentar zu „Ist die Welt der Bücher in Gefahr?“

  1. In 15-20 Jahren werden wir ausschließlich Romane etc. lesen und die wissenswerten Bücher gegen das Internet austauschen. Die Bücherproduktion wird im Laufe der Jahre eingestellt werden und das Internet nimmt langsam die Macht über die gesamte Menschheit ein. Es ist schade, dass wir in ein paar Jahren nur noch vor dem PC sitzen werden und Bücher antik werden. Doch für Leute, die nicht all zuviel Geld in der Tasche haben, kommt dies zum Vorteil. Denn sie müssen kein Geld für Bücher ausgeben. Nein, sie können gemütlich im Internet surfen und recherchieren oder online bestellen.
    Wir werden sehen, was die Zukunft mit sich bringt.

    Lg
    Wilma, die alles weiß 🙂

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