Integrationsgipfel

Am Freitag, den 14.7.2006, fand der erste Integrationsgipfel statt zu dem die Bundesregierung mehr als 80 Vertreter aus Politik und Wirtschaft, von Sozialverbänden und Ausländerorganistionen in das Kanzleramt eingeladen hat.

Der Gipfel ist Auftakt eines einjährigen Dialogs, der 2007 in einem Nationalen Integrationsplan münden soll. Thematisiert wurde die Eingliederung der in Deutschland lebenden Migranten. Schwerpunkte der Tagung waren unter anderem die Bestrebungen nach einer verbesserten Ausbildungssituation und einer konkreten Regelung der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Migrationshintergrund.

Ein Projekt in Berlin, welches sich die Stadtteilmütter nennt, versucht sich mit der Problematik auseinanderzusetzen. Dieses Konzept wird vor allem von türkischstämmigen Frauen unterstützt. Diese Stadtteilmütter übernehmen vielfach Aufgaben von Sozialpädagogen, denen oft die Türen verschlossen bleiben, weil viele Migrantenfamilien aufgrund von Sprachbarrieren oder Misstrauen gegenüber den Behörden sich nicht helfen lassen. Zu den Aufgabenbereichen der Stadtteilmütter gehören vor allem Gespräche mit den Eltern der Migrantenfamilien. Diesen Familien soll so die Möglichkeit gegeben werden, dass sie es schaffen sich unkomplizierter in das ihnen fremde Gesellschaftssystem zu integrieren. Unter anderem werden den Eltern Wege gezeigt, wie sie ihre Kinder fördern können, damit sie die selbe Bildung erhalten wie ihre einheimischen Freunde.

Um nun dieses Vorhaben gewährleisten zu können, müssen die Eltern die deutsche Sprache erlernen. Hier greifen die Stadtteilmütter ein. Sie gehen zu den Familien nach Hause und legen die ersten fundamentalen Grundsteine für eine mögliche erfolgreiche Integration.

Fazit: Grundsätzlich finde ich die Idee der Stadtteilmütter sehr gut. Positiv zu benennen ist, dass die Migranten zunächst über den Kontakt mit Ihresgleichen einen Zugang in das ihnen fern stehende Gesellschaftssystem bekommen. Jedoch könnte sich auch gerade dieser Punkt als Nachteil für die Integration erweisen, da diese Familien sich möglicherweise dann nur noch von den sogenannten Stadtteilmüttern beraten lassen und so vielleicht die Integration auch zum Scheitern verurteilt ist. Ich bin gespannt wie sich diese Situation weiterentwickelt und vor allem welche Lösungsmöglichkeiten in dem Nationalen Integrationsplan festgehalten werden.

1 Kommentar zu „Integrationsgipfel“

  1. dazu hätte ich eine Menge zu sagen, aber ich bin kein Romanschreiber wie du liebe melli drum sage ich mal nur \“alles gut und schön\“ aber dann sollen die auch mal eine vernünftige Einwanderungspolitik schaffen.

    gruß henry

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